Bei strahlendem Sonnenschein wurde auf dem Hof Schröder in Mossenberg Erntedank gefeiert. „Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.“ Unter diesem Wort aus Psalm 145 haben wir am 4. Oktober 2026 unseren Erntedankgottesdienst auf dem Hof Schröder in Mossenberg gefeiert.
Schon der besondere Ort machte sichtbar, worum es an diesem Tag ging: um die Erde, die uns trägt, um die Arbeit der Menschen und um die Gaben, die wachsen und reifen dürfen. Der wunderschön geschmückte Erntedanktisch mit den vielen mitgebrachten Früchten, Gemüse und anderen Gaben war dabei ein besonders schönes Zeichen unserer Dankbarkeit.
Im Mittelpunkt der Predigt stand die Geschichte von der Speisung der viertausend Menschen aus dem Markusevangelium. Jesus sieht die Menschen, die hungrig geworden sind, und fragt seine Jünger: „Wie viele Brote habt ihr?“ Sie haben sieben Brote und einige Fische – viel zu wenig für so viele Menschen. Doch Jesus nimmt das, was da ist, dankt dafür und lässt es austeilen. Am Ende werden alle satt. Eine Geschichte, die wunderbar zum Erntedank passt. Denn auch eine Ernte lässt sich nicht einfach machen. Menschen säen, pflanzen, pflegen und ernten. Sie arbeiten und tragen Verantwortung. Aber ob Regen und Sonne zur richtigen Zeit kommen, ob die Pflanzen gesund bleiben und wie die Ernte am Ende ausfällt, liegt nicht allein in unserer Hand.
So ging es in diesem Gottesdienst auch darum, neben dem, was fehlt, wieder das wahrzunehmen, was uns geschenkt ist. Dankbarkeit bedeutet nicht, dass alle Sorgen verschwinden. Aber sie kann unseren Blick verändern. Aus dem Wenigen kann etwas entstehen, wenn wir teilen.
Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von unserem Posaunenchor. Mit Liedern wie „Morgenlicht leuchtet“, „Wir pflügen und wir streuen“, „Nun danket alle Gott“ und „Danke“ wurde unser Dank zum Klingen gebracht.
In den Fürbitten gedachten wir besonders der Menschen in unserer Gemeinde, die in der Landwirtschaft arbeiten, ihrer Arbeit und ihren Sorgen. Ebenso baten wir für Menschen weltweit, denen das tägliche Brot fehlt, und für einen achtsamen und verantwortungsvollen Umgang mit Gottes Schöpfung.
Nach dem Gottesdienst ging es gemeinsam hinüber ins Dorfgemeinschaftshaus. Dort wartete eine leckere Gemüsesuppe auf die Besucherinnen und Besucher, dazu gab es Kaffee und Kekse. Es wurde gemeinsam gegessen, erzählt und gelacht. Auch hier wurde spürbar, was Erntedank bedeutet: Niemand muss allein satt werden – wir können miteinander teilen.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die diesen besonderen Gottesdienst und das anschließende gemeinsame Essen möglich gemacht haben: Familie Schröder für die Gastfreundschaft, unserem Posaunenchor, allen Helferinnen und Helfern, der Technik sowie allen, die sich um Organisation, Vorbereitung und das liebevolle Schmücken gekümmert haben.
Es war ein wunderbarer Erntedanktag bei strahlendem Sonnenschein – ein Tag voller Musik, schöner Gaben, Gemeinschaft und Dankbarkeit.
„Danke, dass ich danken kann.“