Neues wagen mit neuen Klängen
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Neues wagen mit neuen Klängen

Seit dem 1. Juni 2021 ist Moritz Reuter als Popkantor für die vier kooperierenden evangelisch-reformierten Kirchengemeinden – Bad Meinberg, Cappel-Istrup, Horn und Wöbbel – im Rahmen der Erprobungsräume der Lippischen Landeskirche tätig. Mit neuen Klängen wollen wir als Region gemeinsam etwas Neues wagen. Das Büro des Popkantorats für die vier Gemeinden wird in Cappel sein (Tel. 05236 997003). Moritz Reuter stellt sich hiermit vor:

Liebe Gemeinde,
hiermit möchte ich mich bei Ihnen als Ihr neuer Regionalkantor vorstellen! Es freut mich sehr, dass Sie mir Ihr Vertrauen schenken. Dafür bedanke ich mich schon jetzt!

Ab dem 1. Juni werde ich für die vier kooperierenden evangelisch-reformierten Kirchengemeinden – Bad Meinberg, Cappel-Istrup, Horn und Wöbbel – im Rahmen der Erprobungsräume der Lippischen Landeskirche tätig sein. Dabei wird es vor allem darum gehen eine regional übergreifende und nachhaltige, kirchenmusikalische Arbeit mit dem Schwerpunkt „populare Kirchenmusik“ zu entwickeln.

Mein Name ist Moritz Reuter – vor 28 Jahren erblickte ich in Detmold das Licht der Welt.

In Lemgo aufgewachsen, kehrte ich für das Studium der evangelischen Kirchenmusik mit dem Wahlfach Jazz/Rock/Pop in meine Geburtsstadt zurück. Hier lebe ich zusammen mit meiner Freundin Victoria in Detmolds schöner Innenstadt. Zurzeit arbeite ich an meiner Bachelorarbeit.

Die Musik begleitet mich seit dem Beginn meines Lebens auf unterschiedlichster Weise.

Es würde den Rahmen dieser Vorstellung wohl allerdings sprengen alles beim Namen zu nennen, was daraus erwachsen ist. Ich bin mir sicher es wird sich in Zukunft die ein oder andere Gelegenheit bieten mehr über das zu erfahren, was hier unausgesprochen bleibt.

Meine Familie ist an vielen Stellen musikalisch verwurzelt. Am Anfang stand deshalb ganz selbstverständlich der intensive klassische Klavierunterricht, der mich musikalisch stark geprägt hat. Doch gab es da schon immer auch das Interesse für andere Musik. So begleitete ich als Pianist die mit Popularmusik angereicherten Winter- und Sommerkonzerte meiner Schule und sang in verschiedensten Chören mit. Mit einem guten Freund entdeckte ich die Klezmer-Musik. Dann folgten erste Bandversuche in ständig wechselnder Besetzung mit Rock, Funk, Reggae, später kam Jazz dazu.

Neben dem Klavier spielte ich lange Gitarre oder ergründete das Violoncello für ein paar Jahre. Erst nach dem Abitur begann ich mit dem Orgel spielen, besuchte den C-Kurs in Vorbereitung auf ein Musikstudium und blieb dann dabei. Ich konnte mich der Faszination für die Kirchenmusik einfach schwer entziehen. Trotzdem blieb es mir immer ein Anliegen das gesamte Spektrum der Musik wahrzunehmen und so entschied ich mich dafür meinen traditionellen Kirchenmusikstudiengang mit dem für klassische Kirchenmusiker eher untypischen Wahlfach Jazz/Rock/Pop zu verbinden.

Durch das Studium konnte ich viele Ensemble-Erfahrungen sammeln, nicht nur als Dirigent im Chor- und Orchesterbereich, sondern auch als Pianist in Jazz-Combos oder etwa der HfM Big-Band. In einer Vakanzstelle an St. Nicolai in Lemgo studierte ich mit den Chören neben der klassischen Literatur modernere Stilistiken und Eigenkompositionen ein. Seit Ende 2013 bin ich mit Freude angestellter Organist in den beiden Gemeinden Voßheide und Donop. Zurzeit nutze ich die „Corona-Auszeit“ um als Pianist in verschiedenen Ensembles zu spielen.

Ich finde Musik in der Kirche ist nicht nur eine Form von Gottesdienst, sondern eine kulturelle Bereicherung in jeder Hinsicht und für alle Menschen. Sie erzeugt dort eine besondere Atmosphäre. Der Kirchenraum an sich ist ein Stück weit weg gerückt von der Alltagsrealität. Hier kommt man zur Ruhe, zu anderen Gedanken, zu einer sinnstiftenden Meditation, aber auch zu Momenten, die einem Kraft, Motivation oder Freude schenken. Er ist ein Ort, wo das sichtbar wird, was im Alltag oft verborgen scheint, da wo der Glaube lebendig wird – und das auch in der Musik. Sie kann die Dinge ausdrücken, die man niemals sagen kann oder die unausgesprochen bleiben. So unterschiedlich wir Menschen sind, so unterschiedlich ist die Musik, die aus uns heraustritt. Mir ist dabei wichtig, dass uns die Freude an der Musik zusammenbringt, egal aus welchem Jahrhundert sie auch stammen mag. Ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf ein Kennenlernen, die Vielfalt in Ihren Gemeinden und auf die gute Zusammenarbeit in all ihren Facetten!

Herzliche Grüße

Moritz Reuter