Weichen für die Zukunft gestellt …
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Weichen für die Zukunft gestellt …

Die Landessynode 2026 hat wichtige Weichen für die Zukunft der Lippischen Landeskirche gestellt. Vom 11. bis 13. Juni 2026 tagte die Landessynode der Lippischen Landeskirche in Lemgo. Im Mittelpunkt standen Entscheidungen, die den künftigen Weg der Landeskirche prägen und ihre Arbeit langfristig sichern sollen.

Ein zentrales Thema war die Neubesetzung des Leitungsamtes. Die Synode beschloss, das Amt des Landessuperintendenten beziehungsweise der Landessuperintendentin auszuschreiben. Gleichzeitig wurde die Amtszeit von bislang zwölf auf künftig sechs Jahre verkürzt. Für die Stelle des theologischen Kirchenrats bzw. der theologischen Kirchenrätin wird eine neue Besetzung zunächst für 6 Jahre ausgesetzt.

Auch der begonnene Wandel innerhalb der Landeskirche wird weiter vorangetrieben. Die Serviceagentur für Transformation wird für weitere fünf Jahre fortgeführt. Sie unterstützt Kirchengemeinden und Regionen dabei, neue Formen kirchlichen Lebens zu entwickeln und auf gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren.

Mit Blick auf die finanziellen Herausforderungen der kommenden Jahre hat die Synode einen Konsolidierungsprozess bis zum Jahr 2031 beschlossen. Hintergrund sind rückläufige Kirchensteuereinnahmen. Ziel ist es, die vielfältigen Aufgaben der Landeskirche auch langfristig verlässlich wahrnehmen zu können.

Ein weiteres Anliegen ist die stärkere Beteiligung junger Menschen. Künftig sollen deutlich mehr Mitglieder unter 28 Jahren in der Landessynode vertreten sein, damit ihre Perspektiven und Erfahrungen stärker in kirchliche Entscheidungsprozesse einfließen.

Ein klares Zeichen setzte die Synode zudem gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit. Wer öffentlich rassistische, antisemitische oder andere menschenfeindliche Positionen vertritt oder entsprechende Organisationen aktiv unterstützt, kann künftig nicht in einen Kirchenvorstand gewählt werden.

Mit einer Erklärung zur Flüchtlingspolitik bekräftigte die Landessynode außerdem ihr Eintreten für die Menschenwürde, das Recht auf Asyl, die Unterstützung von Geflüchteten sowie den Einsatz gegen Diskriminierung.

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt. Die Synode informierte sich über den aktuellen Stand der Maßnahmen und bekräftigte das Ziel, Kinder und Jugendliche bestmöglich zu schützen, Betroffene zu unterstützen und aus den Fehlern der Vergangenheit konsequent zu lernen.

Die Beschlüsse der Landessynode machen deutlich: Die Lippische Landeskirche gestaltet den notwendigen Wandel aktiv. Verantwortung, Beteiligung und die Orientierung am christlichen Menschenbild bleiben dabei leitend für die zukünftige Entwicklung.

Pfarrerin Iris Beverung
Synodale und stellvertretende Präses der Landessynode